DIE STADT ZUG

DIE STADT ZUG

Wichtiges in Kürze:


Stadtwappen von Zug.


• Kanton: Zug
• Höhe: 425 m über Meer
• Fläche: ca. 44 km²
• Einwohner: 29‘804 (Stand Dez. 2016)
• Bevölkerungsdichte: 882 Einwohner je km²
• Stadtpräsident: Dolfi Müller (SP)
• Webseite der Stadt: http://www.stadtzug.ch/de/


Kantonswappen des Kantons Zug.

Allgemein:
Zug liegt auf 425 m ü. M. am Zugersee, eingebettet zwischen dem nordöstlichen Ufer des Zugersees und dem Fuss und den unteren Westhängen des Zugerbergs, in der Zentralschweiz, im Schweizer Mittelland. Die Stadt Zug liegt 23 km südlich von Zürich (Luftlinie). Die Fläche des 33,8 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt am Nordostufer des Zugersees, am Übergang vom Schweizer Mittelland zur voralpinen Hügellandschaft. Von diesen 34 km² entfallen etwas mehr als 12 km² auf den Zugersee. Die Seeuferlänge von Zug beträgt ungefähr 11 km und reicht von der Bucht östlich von Cham bis an den Lotenbach in der Nähe von Walchwil. Der Landanteil der Zuger Gemeindefläche bestand 1997 zu 23,8 % aus Siedlungsfläche, zu 35,5 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 38,1 % aus Wald und Gehölzen und zu 2,6 % aus unproduktiver Fläche.




Schweizerkarte mit dem Ort Zug angezeichnet.


Geografie:
Der östliche und südliche Teil des Gemeindebodens wird vom Zugerberg eingenommen, der geologisch aus aufgefalteten Schichten der subalpinen Molasse besteht. Dieser voralpine Höhenrücken, der im Hünggigütsch auf 1039 m ü. M. gipfelt, weist in seinem Kammbereich ein Hochplateau mit einer Breite von bis zu 2 km auf. Zwischen den Moränen des würmeiszeitlichen Reussgletschers entstand hier das Hochmoor Eigenried (zum grösseren Teil auf dem Gebiet von Walchwil), das zu den wertvollsten Naturschutzgebieten des Kantons Zug zählt. Nach Westen fällt der Zugerberg steil zum Zugersee hin ab, nur der Hangfuss zeigt im Bereich der Stadt Zug eine sanftere Hangneigung. Der Hang ist von ausgedehnten Buchenmischwäldern bestanden und durch die Erosionsrinnen einer Reihe kurzer Bachläufe, darunter des Bohlbachs, des Mülibachs und des Lotenbachs, untergliedert. Ein kleiner Anteil der Gemeindefläche liegt am Ostabhang des Zugerbergs im Einzugsgebiet der oberen Lorze.
Ferner besitzt die Stadt Zug eine rund 1 km² grosse Exklave namens Alpli am Nordhang des Rossbergs. Sie umfasst eine Karmulde mit alpinen Bergweiden, die zwischen den Gipfeln des Gnipen(1567 m ü. M.) und Wildspitz (mit 1580 m ü. M. die höchste Erhebung des Gemeindegebietes) liegt und vom Alplibach über den Hüribach zum Ägerisee entwässert wird


Stadtgründung:
Zu Beginn des 13. Jahrhunderts gründeten möglicherweise die Grafen von Kyburg, die seit dem Aussterben der Lenzburger 1173 über das Gebiet von Zug herrschten, die Stadt Zug am Ufer des Zugersees. Bergwärts der Stadt lagen ältere Siedlungskerne, nämlich die Pfarrkirche St. Michael, die Burg Zug und eine gleichnamige dörfliche Siedlung.
Als Motiv für die Stadtgründung galt lange Zeit die verkehrsgünstige Lage am Handelsweg von Zürich nach Norditalien über den Gotthard, der über den Zugersee nach Immensee von dort nach Küssnacht und weiter über den Vierwaldstättersee führen sollte. Diese Vermutung kann heute aber nicht mehr aufrechterhalten werden. Dagegen spricht die erst späte Ausstattung Zugs mit dem Zollprivileg zwischen 1303 und 1326 und die Orientierung Zürichs beim Italienhandel an den günstiger gelegenen Bünder Pässen. Die Stadt bestand in ihrer ersten Entwicklungsphase nur aus einem Teil der heutigen Altstadt, die allerdings noch eine weitere, heute nicht mehr existente dritte Gasse unterhalb der heutigen Untergasse aufwies. Die heutige Untergasse stellte somit bis zur Altstadtkatastrophe 1435 noch die Mittelgasse dar. Das Stadtgebiet bestand daher aus sechs ungefähr parallelen nach Süden verlaufenden Häuserreihen.In einer urkundlichen Erwähnung von 1242 wurde Zug erstmals als oppidum (lat. für ‹Stadt, Kleinstadt›) bezeichnet, 1255 als castrum (lat. für ‹fester Platz, Burg›). Die Liebfrauenkapelle wurde 1266 erstmals urkundlich erwähnt.Nördlich der Altstadt befand sich am Seeufer eine suburbane Siedlung, die heutige Vorstadt. Archäologische Funde und historische Quellen belegen die Stad genannte Handwerkersiedlung mit privaten Susten und einem Anlegeplatz für Boote spätestens seit dem 14. Jahrhundert.


Teil der Zuger Altstadt.


Kultur und Sehenswürdigkeiten:

Kirschen
Zug ist bekannt für die Zuger Kirschen (Schweizerdeutsch: Zuger Chriesi). Sie sind rund 600 Jahre alt und prägen durch den Kirschenanbau sowie eine Vielzahl von Bräuchen und Kirschenprodukten die Identität der Region Zug wesentlich mit, so die Zuger Kirschtorte oder Zuger Kirsch als Obstbrand. Der Kanton Zug verfügt über sehr viel Brauchtum in der Schweiz und ist reich an einem vielfältigen und gelebten Brauchtum, wie z.B. Altstadtmarkt, Chriesimärt, Skiabfahrt Zugerberg. Zudem verfügt Zug über mehrere kleinere Museen.

Plakat Zugerland 1939.

Zytturm
Der Zytturm ist das Wahrzeichen der Stadt Zug. Er ist 52 Meter hoch und liegt am Kolinplatz. Er diente lange Zeit als Feuerwachturm.
Der Zytturm wurde bereits im 13. Jahrhundert erbaut. 1478 bis 1480 wurde er erhöht. 1557 erhielt er seine heutige Form mit der Wachtstube, den Erkern und dem steilen Walmdach. 1574 baute man die grosse Uhr ein. Die letzte grosse Restaurierung des Zytturms fand 1952 statt.

Zytturm der Stadt Zug.

Das Rathaus:
Das spätgotische Rathaus (erbaut um 1505) bildet die Kulisse für den Fischmarkt seeseits des Zytturms. Das imposante Gebäude, welches der Bürgergemeinde gehört, beherbergt im 3. Stock den Gotischen Saal. Die überaus reichen und filigranen Holzschnitzereien beeindrucken jeden Besucher. Im barocken Stil präsentiert sich die ehemalige Gerichtsstube. Sie dient heute als Sitzungszimmer des Bürgerrates.

Rathaus der Stadt Zug.


Bahnhof Zug:
Der Bahnhof Zug präsentiert sich als Tor zur Stadt und lichtdurchfluteten Begegnungsraum. Dabei wurde die Dreiecks-Geometrie des modernen Gebäudes schon vor gut hundert Jahren durch die Gleisplaner gesetzt. Entlang dieser Gleise bilden zwei Längskörper und eine Glasfassade zur Alpenstrasse hin den Rahmen für eine zentrale, helle und transparente Bahnhofhalle. Die Lichtinstallation des Künstlers James Turrell verwandelt mit Einbruch der Dämmerung das imposante Bahnhofgebäude in ein schwebendes Leuchtobjekt.

Zuger Bahnhof mit dem Lichtspiel am Abend.

Kirche St. Michael:
Über der Stadt thront die Kirche St. Michael. Sie ist dem Stadtpatron gewidmet. Die Vorgängerkirche stand noch weiter oben. Sie musste der Neuen weichen, welche die Grösste der Stadt ist. Das historistische Bauwerk lehnt an frühere Stilepochen an. Sie hat eine Grosszügigkeit, die einen das Stadtleben vergessen lässt.

Kirche St. Michael in Zug.

Berühmte Persönlichkeiten:

Hans Waldmann (1435-1489) Hinrichtung
Im Kanton Zug, in Baar wurde 1435 Hans Waldmann geboren. Er war ein berühmter und mächtiger Schweizer Feldherr der alten Eidgenossenschaft und Bürgermeister von Zürich. Er war in den Burgunderkriegen gegen Karl den Kühnen u.a. in der Schlacht bei Murten und von Nancy siegreich.


Hans Waldmann (1435-1489)

Thomas Hürlimann:
Hürlimann wird am 21. Dezember 1950 in Zug als Sohn des späteren Bundesrates Hans Hürlimann geboren. Mit der Veröffentlichung des Erzählbandes «Die Tessinerin» im Jahr 1981 tritt Thomas Hürlimann erstmals als Autor in Erscheinung. Heute ist Thomas Hürlimann als Schriftsteller, Drehbuch- und Theaterautor tätig und lebt abwechslungsweise in der Schweiz und Berlin. Mehrfach wurde Thomas Hürlimann bereits für seine Werke ausgezeichnet. Sein wohl meist beachtetes Werk ist die 2001 erschienene Novelle «Fräulein Stark»

Thomas Hürlimann

Walo Lüönd: (1927-2012)
Walo Lüönd kommt am 13. April 1927 in Zug zur Welt. Nach seiner Schulzeit schliesst er zuerst eine Herrenschneiderlehre ab, bevor er den Beruf des Schauspielers erlernt. Grosse Berühmtheit erlangt er 1970 mit der Rolle des «Dällenbach Kari» im gleichnamigen Film. Vielen Menschen ist Walo Lüönd auch aus dem Film «Die Schweizermacher», einem der erfolgreichsten Schweizer Filme überhaupt, bekannt. 2010 ist er in der Rolle des Schneiders Feinstein im Kinofilm «Der grosse Kater» zu sehen, der auf dem gleichnamigen Bestseller von Thomas Hürlimann basiert.

Walo Lüönd: (1927-2012)

Literaturquellen:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Zug_(Stadt)
• https://de.wikipedia.org/wiki/Zug_(Stadt)#Kultur
• http://www.stadtzug.ch/de/ueberzug/ueberzugrubrik/sehenswuerdigkeiten
• https://geboren.am/orte/europa/schweiz/zug
• https://www.swisscommunity.org/de/entdecken-sie-die-schweiz/zug/leute

Bildquellen:

• http://www.gerhardschmutz.ch/kryptowaehrungen-und-bankgeheimnis/stadtzug-daemmerung/
• http://www.luzernerzeitung.ch/zuger+wappen./Wie-die-Stadt-Zug-zu-ihrem-Wappen-kam;art9648,966417
• https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Zug
• http://www.stepmap.de/landkarte/karte-zug-1166619
• http://www.sgkgs.ch/de/Kulturgueter-1/Hist-Bauten--Baudenkmaeler/Zug/Zug-Altstadt
• https://de.wikipedia.org/wiki/Zuger_Kirschen#/media/File:Zuger-Chriesi-Plakat-1939.jpg
• https://de.wikipedia.org/wiki/Zytturm_(Zug)#/media/File:Zytturm_Ostseite_Zug.jpg
• http://www.buergergemeinde-zug.ch/?id=56
• https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/bahnhoefe/bahnhof-zug.html
• https://www.zug-tourismus.ch/de/st-michael
• https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Waldmann#/media/File:Waldmann_Portrait.jpg
• https://www.srf.ch/sendungen/sternstunde-philosophie/thomas-huerlimann-der-konservative-revoluzzer
• http://www.20min.ch/people/schweiz/story/Walo-Lueoend---Tod-im-Altersheim-23795210

 

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