ADLER MANNHEIM

ADLER MANNHEIM

Wichtigste in Kürze
• Siebenfacher Deutscher Meister
• Deutscher Pokalsieger 2003, 2007
• Vierzehnfacher DNL-Meister
• Ewige DEL-Tabelle 1. Platz
• Vereinsfarben: blau, weiss, rot
• Stadion: SAP-Arena
• Saison 17/18: 5. Platz Vorrunde - Ausscheiden Playoff ½-Final gegen den EHC Red Bull München



Banner der vergangenen Jahre der Adler.


Geschichte:
Auf Anstoß des Ruderolympiasiegers Hugo Strauß wurde ab 1936 innerhalb des Rudervereins Mannheimer RC eine Rollschuhabteilung aufgebaut. Zunächst wurde auf wechselnden Flächen gespielt, bis es dem Verein schließlich im Frühjahr 1938 gelang, die Rhein-Neckar-Halle als festen Spielort zu bekommen. Nachdem mit dem Bau des bereits 1939 eröffneten Eisstadion am Friedrichspark begonnen wurde, gründeten 83 Vereinsmitglieder am 19. Mai 1938 den Mannheimer Eis- und Rollsport-Club, der bereits in der ersten Saison 1938/39 an der Qualifikation zur Finalrunde um die deutsche Meisterschaft teilnahm. Im ersten Spiel der Vereinsgeschichte unterlagen die Mannheimer am 19. Februar vor 5.000 Zuschauern im Friedrichspark dem amtierenden Deutschen Meister SC Riessersee.
Von 1941 bis 1943 erreichte der MERC ununterbrochen die Finalrunde um die deutsche Meisterschaft und stieß dabei 1942 bis ins Halbfinale vor. Dort konnten wegen des Zweiten Weltkriegs sowohl der SC Riessersee als auch die EG Wien keine Mannschaften mehr aufstellen, sodass Mannheim und der LTTC Rot-Weiß Berlin kampflos ins Finale gelangten. 24 Stunden vor dem Anpfiff wurde das Spiel abgesagt, da der Totale Krieg durch den Reichspropagandaminister Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast ausgerufen worden war. Dennoch konnte auch in der folgenden Spielzeit der Spielbetrieb zunächst aufrechterhalten werden. Im Halbfinale sollte der Mannheimer ERC erneut auf die Berliner treffen, wegen des Krieges wurde die Meisterschaft jedoch schließlich wie im Vorjahr abgebrochen.
Im Juni 1943 zerstörte ein Luftangriff das Stadion im Friedrichspark, woraufhin der Eishockeybetrieb in Mannheim eingestellt wurde.
1949 bestritten der Mannheimer ERC wieder erste Freundschaftsspiele gegen andere Mannschaften. Ab 1951 nahm die Mannschaft wieder am regulären Spielbetrieb der Landesliga Württemberg teil und schaffte 1954 den Aufstieg in die damalige höchste Liga, der Eishockey-Oberliga. Dort konnten sie sich aber nicht lange halten und so stiegen die Mannheimer nur eine Saison darauf wieder ab. Nur ein Jahr später konnten der damalige Mannheimer ERC den wiederaufstieg feiern. Danach konnten sie sich besser in der höchsten Deutschen Eishockeyliga etablieren.
Mitte der 1960er Jahre konnte sich der Mannheimer ERC sportlich nicht weiterentwickeln. Die folgenden Jahre wurde es sehr schwer für die Mannheimer. Fehlende Erfolge und der darauf folgende Zuschauermangel trafen den Verein stark. Der Abstieg in die damals zweitklassige Oberliga war dann das Schlussresultat. Durch einige Abgänge musste der MERC in der ersten Oberligasaison teilweise mit nur neun einsatzfähigen Spielern antreten. Durch neue Leistungsträger im gesamten Verein und der Trennung der Eishockeyabteilung und der Abteilung Kunstlauf-Schnelllauf-Eisschiessen konnten die Mannheimer wieder nach oben schauen. 1978 konnte dann der Aufstieg in die damalige 1. Bundesliga geschafft werden.
Um bei dem begrenzten Haushalt eine bundesligataugliche Mannschaft aufstellen zu können, ging Trainer Weisenbach neue Wege. Er reiste nach Nordamerika um gezielt nach Spielern mit deutschen Wurzeln zu suchen. Mit Harold Kreis, Manfred Wolf, Roy Roedger und Peter Ascherl wechselten schließlich die ersten „Deutsch-Kanadier“ in die Bundesliga.


Altes Mannschaftsfoto der Mannheimer.

1980 konnten die Mannheimer nach einem komplizierten Modus aus Vorrunde, Zwischenrunde und Meisterrunde die grösste Ausdauer beweisen. So schafften sie den ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte. Die darauf folgenden Jahre liefen für den damaligen MERC weiterhin gut. Nach der Einführung des Playoffs Systems konnten sich die Mannheimer einige Male für den Playoff Final qualifizieren.
In den anschließenden Play-offs schied das Team 1990, 1991 und 1994 bereits im Viertelfinale aus, 1992 und 1993 gelang immerhin der Sprung ins Halbfinale.
Im Frühling 1994 stand das Eishockey in Mannheim schließlich kurz vor dem Aus, da die Schulden des Vereins auf acht Millionen DM angestiegen waren. Die Krise konnte nur bewältigt werden, weil die Spieler auf bis zu 30 Prozent ihres Gehalts verzichteten und die teuersten Stars wie Jiří Lála und Peter Draisaitl an andere Vereine abgegeben wurden. Nach dem Ende der Saison 1993/94 wurde mit der Deutschen Eishockey Liga eine neue Eliteliga gegründet. Um den Ansprüchen des professionellen Eishockeys Rechnung zu tragen, wurde die erste Mannschaft des MERC in die neue Die Adler Mannheim Eishockey Spielbetriebs GmbH + Co. KG ausgelagert und spielt seitdem unter dem Namen Adler Mannheim in der DEL.
Gleich in der ersten DEL-Saison erreichte das junge Team der Adler in der Vorrunde den dritten Platz, im Viertelfinale unterlag man jedoch dem späteren Meister Kölner Haie. 1996 belegte die Mannschaft dann wieder nur den sechsten Platz der Vorrunde und schied erneut im Viertelfinale aus.
Nur ein Jahr darauf begann aber die Erfolgsserie der Mannheimer. Ab dem Jahr 1997 konnten die Adler drei Mal nacheinander Meister werden. Im Jahr 2001 folgte der nächste Titel. In den darauffolgenden Jahren konnten die Adler aus Mannheim noch zwei weiteren Malen den Titel des Deutschen Meister nach Mannheim holen. Dies nämlich im Jahr 2007 und 2015. In der letzten Saison konnten sich die Adler aus Mannheim den Halbfinal erreichen. Dort schieden die Adler jedoch gegen den EHC Red Bull München im Halbfinale aus.

Stadion:


Aussenansicht der SAP Arena.


Wichtiges in Kürze:
• Baubeginn: 2002
• Eröffnung: 2005
• Kosten: 70 Mio. Euro
• Architekt: HPP Hentrich, Petschnigg & Partner
• Kapazität: 13‘600 Plätze
• Davon 9’934 Sitzplätze

Geschichte:
Zur Arena gehören noch zwei Trainingshallen für den Eissport, die bei besonderen Anlässen zu Bankettsälen umfunktioniert werden können.
Weiterhin entstanden im Umfeld mehrere Großparkplätze mit bis zu 7.000 Stellplätzen und zwei Stadtbahnhaltestellen, wovon auch die größte Verbrauchermesse Deutschlands, der Mannheimer Maimarkt, profitierte.

Eisstadion am Friedrichspark.

Schon lange wurde über einen Hallenneubau in Mannheim als Ersatz für das marode Eisstadion am Friedrichspark diskutiert. In den 1980ern war als Standort der neue Messplatz im Gespräch. Aufgrund der Erfolge des Eishockeyteams Adler Mannheim wurde das Thema Ende der 1990er wieder diskutiert, die Stadt Mannheim sah sich jedoch finanziell außerstande zu bauen.
Realisiert wurde die Arena durch ein Modell, bei dem SAP-Mitbegründer und Adler-Sponsor Dietmar Hopp den Bau zinslos vorfinanziert und die Halle mit einer eigenen Gesellschaft während der ersten 30 Jahre auf eigenes Risiko betreibt. Die Stadt Mannheim zahlt die Baukosten in Höhe von 70 Millionen Euro während dieser Zeit in Raten zurück. Nach Ablauf der 30 Jahre geht die Arena in das Eigentum der Stadt über. Die beiden Trainingshallen wurden als Stiftung von Dietmar Hopp selbst finanziert.
Das Objekt wurde nach der Planung des Düsseldorfer Architekturbüros HPP Hentrich, Petschnigg & Partnerdurch den Generalunternehmer Wayss & Freytag errichtet. Das Bauberatungsunternehmen Drees & Sommer führte das Projektmanagement und das wirtschaftliche und technische Controlling.

Liga:


Logo der deutschen Eishockey Liga.

Die Deutsche Eishockey Liga ist die höchste Spielklasse im deutschen Eishockey. Bei ihrer Gründung 1994 war sie die erste deutsche Profiliga, deren Spielbetrieb von einer Betriebsgesellschaft durchgeführt wurde und deren Clubs ihre Profimannschaften in Kapitalgesellschaften auslagerten. Die DEL Betriebsgesellschaft mbH ist heute rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch selbständig und ein Zusammenschluss der DEL-Clubs. Vorgängerliga war die zwischen 1958 und 1994 bestehende Eishockey-Bundesliga. Rekordmeister der DEL sind die Eisbären Berlin mit sieben deutschen Meisterschaften. Die Geschäftsstelle der DEL, das sogenannte Ligabüro, befindet sich in Neuss.

Logos


Ehemalige Logos der Adler Mannheim bez. des ehemaligen Mannheimer ERC.
Die Junioren laufen aber weiter unter dem Club Mannheimer ERC unter dem linken Logo.



Jetziges Logo der Adler Mannheim.

Gesperrte Trikotnummern
• #02 Werner Lorenz
• #03 Harold Kreis
• #10 Kurt Sepp
• #12 Bruno Guttowski
• #15 Marcus Kuhl
• #20 René Corbet
• #25 Stéphane Richer
• #55 Jochen Hecht
• #57 Ronny Arendt
• #80 Robert Müller

Literaturquellen
https://www.adler-mannheim.de/die-adler/historie/
https://de.wikipedia.org/wiki/Adler_Mannheim
https://de.wikipedia.org/wiki/SAP_Arena
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Eishockey_Liga

Bildquellen
https://korfcgi.deviantart.com/art/Die-Adler-Mannheim-wallpaper-366025407
https://de.wikipedia.org/wiki/Adler_Mannheim#/media/File:AdlerMannheim_championship_banners.png
https://www.adler-mannheim.de/die-adler/historie/1977-1993/
https://de.wikipedia.org/wiki/SAP_Arena#/media/File:SAP_Arena.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisstadion_am_Friedrichspark#/media/File:Mannheim-Friedrichspark.jpg
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Eishockey_Liga#/media/File:Delneu.jpeg
http://www.sbr-nachwuchs.de/frames/nw-ligen/DNL2%20Sued.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Adler_Mannheim#/media/File:MERC-Logo.svg
https://www.adler-mannheim.de/

Copyright © 2018 | EC WIL - The bears